Ferien und Urlaubstage an der Müritz
Die Ferienwohnungen Waren
Müritz im Zentrum der
mecklenburgischen Seenplatte
- umrahmt von einer Seenlandschaft, neben der Müritz
eingebettet durch den Tiefwarensee, den Feißneck-See, den
Herrensee, dem Melzer See und dem Waupacksee auf einem
Ausläufer des uralisch baltischen Höhenrückens,
terrassenförmig aufgebaut, am Nordufer des mit 117 qkm
größtem deutschen Binnensee, der Müritz
die ihren Namen aus dem Wendischen (= morcze - kleines Meer)
hat, liegt die Stadt Waren mit ihren weithin sichtbaren, den
Schiffern und Freizeit-Kapitänen, als Wahrzeichen dienenden
wuchtigen alten Kirchen, umrahmt von Gärten und gepflegten
Anlagen mit herrlichem Ausblick auf die zwischen den
hügeligen und bewaldeten Ufern malerisch liegenden Seen.
... so kann ich Ihnen auf der ganzen Gotteswelt keinen
besseren Platz empfehlen als Waren an der Müritz ...
Die Luft ist wundervoll, und je nachdem der Wind steht,
bin ich auf unserem Balkon von einer feuchten Seebrise
oder der Waldseite her von Tannenluft und -duft umfächelt.
Theodor Fontane, 1896
Ferienwohnungen Waren Müritz für Gruppen von 6 bis 10 Personen.
Geschichtlicher Abriss über Waren (Müritz)
Autor: Jürgen Kniesz, Stadtgeschichtliches Museum Waren (Müritz)
Waren erhielt wie andere Städte der Umgebung in der Mitte des 13. Jahrhunderts die Stadtrechte von dem werleschen Fürsten Nikolaus I.
Der Altstadt um die Georgenkirche und den alten Marktplatz schloss sich nur wenig später die so genannte Neustadt an.
Zentrum dieses Stadtteils war die fürstliche Burg östlich der späteren Marienkirche. Beide Stadtteile verschmolzen
schon in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts zu einem einheitlichen Stadtgrundriss, in dessen Mitte der Neue Markt
die zentrale Stellung einnahm.
Der schnelle Aufstieg der noch jungen Stadt wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts durch die Stellung als
fürstliche Residenz zusätzlich gefördert. Doch nach dem kurzen Zeitraum, in dem die Stadt diesen Rang innehatte,
schwand ihr Einfluss und ihre Bedeutung in den späteren Jahrzehnten. Neben den Verwüstungen durch Kriege waren es
mehrere Stadtbrände, die immer wieder ein erneutes Aufblühen verhinderten. Waren wurde eine mecklenburgische
Ackerbürgerstadt wie es mehrere gab. Dieses Schicksal teilte sie mit fast allen Städten Mecklenburgs. Aufgrund
der überwiegend agrarischen Wirtschaftsstruktur und der geringen Bevölkerungsdichte des Landes gehörte die Stadt
nach den wohlhabenderen Küstenstädten und den Residenzen Schwerin, Güstrow und später Neustrelitz trotzdem noch
zu den größeren Orten des Landes.
Besonders verheerend waren die Feuersbrünste des 16. und 17. Jahrhunderts, die die Leiden des Dreißigjährigen
Krieges noch verschlimmerten und jede Überwindung der durch den Krieg verursachten Rückschläge verhinderten.
Nach dem letzten Stadtbrand von 1699 musste die Stadt praktisch neu aufgebaut werden. Lediglich der Straßengrundriß,
die beiden Kirchen und Häuser am Alten Markt erinnern heute noch an das mittelalterliche Waren.
Ein wirtschaftlicher Aufschwung vollzog sich erst im 19. Jahrhundert als sich Waren mit der Verbesserung der
Verkehrsverhältnisse zu einem regionalen Zentrum für das Müritzgebiet entwickelte. Neben der Eldekanalisierung
und der damit verbundenen Verbesserung der Schifffahrt zur Havel und über die Elde zur Elbe in der ersten Hälfte
des 19. Jahrhunderts war es der Chausseebau in der Mitte und vor allem die Anlage wichtiger Eisenbahnverbindungen
zum Ende des 19. Jahrhunderts, die Waren zu einem bedeutendem Verkehrsknoten in Mecklenburg machten und die
Voraussetzung für den Übergang zu einer neuen Wirtschaftsweise schufen. Die industrielle Revolution mit ihrer
vollkommen neuartigen Produktionsweise zeigte ihre Auswirkungen. Neben dem Handwerk entstanden erste kleinere
Betriebe. Eine Dampfmaschine arbeitete schon 1841 in der Öl- und Gipsmühle am Hafen. Der von Ernst Alban in Plau
konstruierte und gebaute Dampfer verkehrte 1846 bis 1857 auf der Müritz.
In der Amtszeit des verdienstvollen Bürgermeisters Wilhelm Schlaaff kamen zwischen 1866 und 1899 Einrichtungen hinzu,
die den endgültigen Übergang in das moderne Zeitalter erlaubten wie auch das entsprechende soziale und kulturelle
Umfeld schufen. Sie wurden durch aktuelle politische Entwicklungen, die Gründung des Deutschen Reiches und die
Übernahme wichtiger Gesetze im Reichsmaßstab ermöglicht. Schon 1856 erfolgte der Anschluß an das Telegraphennetz,
1863 nahm das Gaswerk seinen Betrieb auf, 1898 baute man als eine der ersten mecklenburgischen Binnenstädte ein
Wasserwerk, seit 1899 gab es für Waren ein innerstädtisches Telefonnetz. 1866 stiftete Freiherr Hermann von Maltzan
in Waren ein naturhistorisches Museum für Mecklenburg. Das Schulwesen wurde nicht nur durch die Einrichtung eines
Gymnasiums 1869 verbessert, im Jahre 1871 konnte das erste städtische Krankenhaus eröffnet werden.
Die bescheidenen Anfänge einer Industrialisierung betrafen Betriebe zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Dampfmühlen, Sägewerke, Molkereien, eine Brauerei sowie eine Zucker- und eine Kartoffelflockenfabrik. Maschinenbauanstalten existierten immer nur für wenige Jahre und kamen über eine örtliche Bedeutung an der Müritz nicht hinaus.
Die industrielle Entwicklung trat schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts in ihrer Bedeutung hinter den Fremdenverkehr und das Erholungswesen zurück, welches nicht zuletzt dank der Fürsprache Theodor Fontanes neben der Landwirtschaft zu einer Haupteinnahmequelle der Stadt bis in die zwanziger und dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts wurde. Äußerungen Fontanes in seinem Berliner Bekanntenkreis nach seinem Aufenthalt von 1896 in Waren wurden zu immer wiederholten Argumenten in der Werbung des um 1910 gegründeten Verkehrsvereins.In der Zeit der Weimarer Republik bemühten sich beispielsweise neun Hotels und Gasthöfe, 20 Pensionen und zehn weitere Restaurants um die Urlauber.
Seit 1920 Kreisstadt wuchs Waren auch zum verwaltungsmäßigen Mittelpunkt der Müritzregion. Die Stadt wurde politisches, soziales und kulturelles Zentrum und strahlte in dieser Eigenschaft auch auf das Umfeld aus. Neben dem Landratsamt hatten sich andere regionale und überregionale Verwaltungsorgane wie Finanzamt, Zollamt, Wasserbau-, Bahnbetriebs- und Reichsbahnverkehrsamt eingerichtet.
Die Ansiedlung von Rüstungsbetrieben in den dreißiger Jahren ging einher mit einem Anstieg der Einwohnerzahl und dem Bau der Westsiedlung, zunehmend eingeschränkt wurde der Fremdenverkehr.
Auch nach 1945 vergingen fast zehn Jahre, ehe man sich des Rufs Warens als Urlaubs- und Kurort wieder erinnerte.
Nach einer Phase der Ansiedlung größerer moderner Betriebe der verarbeitenden und Nahrungsgüterindustrie in den siebziger Jahren steht heute wieder der Tourismus neben den die wirtschaftliche Grundlage bildenden kleinen und mittleren Unternehmen für die weitere Entwicklung der Stadt im Vordergrund.
Wasser, Wald und Waren gehören untrennbar zusammen und bilden die Garantie für einen erlebnisreichen und erholsamen Urlaub wie für einen attraktiven Fremdenverkehr in der Stadt und ihrer Umgebung. Theodor Fontanes idyllische Sommerfrische erlebte ihre Renaissance, ohne dass der Ort seinen Reiz verlor.
Eine rekonstruierte historische Altstadt und eine zum Wandern und Erholen erschlossene Landschaft bilden die Basis für den Tourismus. Im Mai 1999 wurden die vielfältigen Anstrengungen mit der Verleihung des Titels eines Luftkurortes an Waren gewürdigt.